Scrum bietet ein Framework mit dessen Hilfe komplexe Produkte mit dem höchstmöglichen Wert entwickelt, geliefert und gewartet werden können. Durch eine geschickte Planung kommt es verhältnismäßig schnell zu einem sichtbaren Produkt-Erfolg.

Aber was steckt wirklich dahinter? Wir, von den Agile Ants, erklären was sich unter der Oberfläche verbirgt und wichtig ist, damit Scrum erfolgreich funktioniert.

Eine der wichtigsten Komponenten sind Rituale, also wiederkehrende Events und Handlungsweisen im Scrum Framework. Diese erfordern die langfristige Umstellung der Arbeitsweise und eine hohe Selbstdisziplin des Teams, um die Handlungsweisen nachhaltig umzustellen.

Auf dem Weg zum Ziel kommen wir immer wieder auch mit Impediments in Kontakt. Das sind alle Hindernisse, die den Fortschritt der Entwicklung behindern. Von fehlenden Produktlizenzen, über mangelndes Engagement bis hin zur major Impediments, wie fehlendes Budget oder Stakeholder-Verständnis.

Besonders relevant ist dabei, die Prioritäten richtig abzuwägen. Es muss kontinuierlich ermittelt werden, welche Items im Backlog den größten Wert für den Kunden schaffen. „Was machen wir als nächstes?“ ist die wohl schwierigste Frage für neue Scrum Teams, da immer der Spagat zwischen technischen Verbesserungen und schnellem sowie direktem Kundenwert gefunden werden muss.

Die Unternehmenspolitik spielt ebenso eine wesentliche Rolle bei der Arbeit mit Scrum. Warum? Oft scheitern Innovationen an festgefahrenen Strukturen. Ein Hindernis dabei ist eine etablierte Unternehmenspolitik, die den Status Quo bevorzugt, statt Innovationen und neue Frameworks zu fördern.

Eine besondere Hürde für Scrum stellt die Hidden Agenda dar. Die Agenda, die einzelne Personen oder Gruppen innerhalb eines Unternehmens verfolgen, um ihre machtpolitischen Ziele zu erreichen – häufig über Hintertüren. Sie ist besonders gefährlich für Scrum, da eine Hidden Agenda nicht transparent und oft emotional geprägt ist. Hier lauert eine große Gefahr für eine agile Transformation. Oftmals fühlen sich Personen von dieser Transformation emotional bedroht, da sie ihren Stellenwert im Framework nicht kennen oder sehen und richten ihre Hidden Agenda wohlmöglich entgegen der Ziele einer agilen Transformation aus.

Last but not least auf unserer Liste: Das Stakeholder-Management. Wenig Dinge sind wichtiger als Stakeholder-Management. Besonders im Scrum-Framework und in dessen Einführung. Scrum ist kein isolierter Entwicklungsspielplatz, wichtig ist es hier Transparenz für die Änderungen zu schaffen, Stakeholder ins Boot zu holen und Verständnis für Scrum, aber auch für Produkt Priorisierung zu schaffen.